KI-Kompetenz-Pflichtschulung für Arztpraxen, MVZ und Praxisnetze:
Ihre Praxis jetzt sicher auf KI in der Patientenversorgung vorbereiten

Praxisnahe Online-Fortbildung für Ärzt:innen, Praxisleitungen und Praxisteams – mit Teilnahmezertifikat und Schulungshandbuch für die strukturierte Umsetzung der KI-Kompetenzpflicht nach Art. 4 EU-KI-Verordnung.



Nächster Schulungstermin

Mittwoch, 17. Juni 2026, 17:00–19:00 Uhr
Online via Microsoft Teams

Teilnahmegebühr:
125 EUR zzgl. USt. pro Person
inkl. Teilnahmezertifikat & Schulungsunterlagen

Zertifikat und CME-Punkte:
Alle Teilnehmenden erhalten eine personalisierte Bescheinigung gemäß Art. 4 EU-KI-Verordnung. CME-Punkte werden bei der BLÄK beantragt.

Warum diese Schulung gerade jetzt wichtig ist

Arztpraxen gelten nach der EU KI-Verordnung als "Deployers" (Betreiber), sobald sie KI-Systeme im Versorgungsalltag unter ihrer Verantwortung einsetzen. Die Schulungspflicht nach Art. 4 EU-KI-Verordnung verpflichtet Praxisinhaber:innen, dafür zu sorgen, dass Ärzt:innen und Praxispersonal über die nötige KI-Kompetenz verfügen, um Ausgaben von KISystemen kritisch zu prüfen, Risiken zu erkennen und die Systeme verantwortungsvoll einzusetzen.

Besonders relevant ist dies, wenn KI-gestützte Medizinprodukte der Klassen IIa oder höher verwendet werden, da diese in der Regel als Hochrisiko KI-Systeme gelten und parallel die Anforderungen der Medical Device Regulation (MDR) und der KI-Verordnung erfüllen müssen. Ziel der Schulung ist eine wirksame menschliche Aufsicht ("Human Oversight"), um Patientensicherheit zu stärken und haftungsrelevante Sorgfaltspflichtverletzungen zu vermeiden – nicht durch abstrakte Technikdetails, sondern durch praxistaugliches Entscheidungs- und Umsetzungswissen für Haus- und Facharztpraxen.

Auch relevant, wenn Ihre Praxis heute erst wenig KI nutzt

Schon Spracherkennung, Terminbots, Telemonitoring, digitale Ersteinschätzung oder herstellerintegrierte Assistenzfunktionen können dazu führen, dass KI-Kompetenz in der Praxis relevant wird.

Art. 4 der EU-KI-Verordnung gilt bereits und verlangt von Anbietern und Betreibern von KI-Systemen Maßnahmen für ein ausreichendes Maß an KI-Kompetenz der Personen, die mit Betrieb oder Nutzung befasst sind.
Wer heute die Grundlagen sauber aufsetzt, kann KI später sicherer, strukturierter und wirtschaftlich sinnvoller in die Patientenversorgung integrieren.

Speziell für die ambulante Versorgung entwickelt

Kein allgemeines KI-Seminar, sondern gezielt für Haus- und fachärztliche Praxen, MVZ und Praxisnetze konzipiert – mit Fokus auf reale Abläufe in Patientenkommunikation, Diagnostik, Triage, Dokumentation, Delegation, Human Oversight und Qualitätsmanagement.

Was Ihre Praxis gewinnt

  • Frühzeitige und nachvollziehbare Umsetzung der KI-Kompetenzpflicht nach Art. 4 EU-KI-Verordnung.
  • Bessere Vorbereitung des Teams auf künftige KI-Anwendungen – auch wenn derzeit erst wenig KI aktiv genutzt wird.
  • Weniger Unsicherheit, Fehlanwendungen und blinder Vertrauensvorschuss bei KI-gestützten Empfehlungen.
  • Mehr Struktur bei Zuständigkeiten, Human Oversight, Dokumentation und internen Freigaben.
  • Bessere Nutzung von KI-Potenzialen in Diagnostik, Dokumentation, Kommunikation und Prozesssteuerung.


KI Anwendungen in der Medizin

Für wen die Schulung relevant ist

Die Schulung richtet sich an ambulante Einrichtungen, die KI bereits nutzen, neue Tools prüfen oder sich frühzeitig sauber vorbereiten möchten. Besonders relevant ist sie für Praxen und MVZ, die nicht erst reagieren wollen, wenn Herstellerfunktionen, Datenschutzfragen oder Haftungsthemen bereits mitten im Betrieb angekommen sind.

Geeignet für

  • Hausarztpraxen und fachärztliche Praxen
  • Medizinische Versorgungszentren
  • Praxisnetze und standortübergreifende Versorgungsstrukturen


Sinnvoll für

  • Praxisinhaber:innen, Geschäftsführer:innen und ärztliche Leitungen
  • Ärzt:innen und Weiterbildungsassistent:innen
  • Praxismanagement, leitende MFA/ZFA und QM-Verantwortliche
  • MFA / ZFA, Telefonteam und organisatorische Mitarbeitende


Wo KI schon heute in Praxen auftaucht

Viele Praxen nutzen bereits Anwendungen mit KI-Bezug, oft ohne sie intern als eigenes Führungs-, Qualitäts- und Risikothema eingeordnet zu haben. Genau hier setzt die Schulung an.

Typische Einsatzfelder:

  • Termin- und Kommunikationsbots
  • Triage- und Ersteinschätzungs-Tools
  • Bilddiagnostik und Befundungsunterstützung (z. B. Radiologie, Dermatologie, Ophthalmologie)
  • Clinical-Decision-Support-Systeme (CDSS)
  • Telemonitoring mit Alarm- und Risikobewertung
  • Sprach- und Dokumentations-KI

Die Kernfrage lautet nicht nur, ob KI genutzt wird – sondern ob in Ihrer Praxis bereits klar geregelt ist, wie mit KI-Ergebnissen, Warnsignalen, Abweichungen und Verantwortlichkeiten umzugehen ist.

Was Sie konkret lernen

Die Schulung vermittelt kein abstraktes Technikwissen, sondern praxistaugliches Entscheidungs- und Umsetzungswissen für die ambulante Versorgung: Im Mittelpunkt steht, was KI-Kompetenz (AI Literacy) im Sinne des Gesetzgebers konkret für Haus- und Fachärzt:innen bedeutet – nämlich Fähigkeiten, Wissen und Verständnis für eine informierte Nutzung von KI-Systemen sowie ein geschärftes Bewusstsein für Chancen, Risiken und mögliche Schäden.

Die Inhalte greifen die zentralen Forderungen der aktuellen Stellungnahme der Bundesärztekammer "Von ärztlicher Kunst mit Künstlicher Intelligenz" (2025) und der Zentralen Ethikkommission (ZEKO) auf und beinhalten einen Review aktueller wissenschaftlicher Veröffentlichungen zu systemimmanenten Risiken von Clinical Decision Support Systems (CDSS) inklusive bildgebender KI – mit besonderem Fokus auf Anwendungen zur Diagnostik- und Therapieunterstützung, die zugleich die Konformitätsanforderungen der Medical Device Regulation (MDR) und der KI Verordnung erfüllen müssen.

Inhalte

  • KI-Grundlagen für die ambulante Medizin – verständlich und ohne Informatikvorwissen
  • Risikokategorien der EU-KI-Verordnung im Praxiskontext (inkl. praktischer Beispiele)
  • Betreiberpflichten, Human Oversight und Monitoring in der Praxisorganisation
  • Einordnung typischer Praxis-KI wie Spracherkennung, Terminbots, CDSS und Telemonitoring
  • SOP "KI-Einsatz am Patienten" für Verantwortlichkeiten, Prüfschritte und Eskalationswege
  • Umgang mit Patient:innen, die mit KI-generierten Diagnosen oder Therapieempfehlungen in die Praxis kommen
  • Datenschutz- und IT-Sicherheitsfragen bei Cloud-KI, LLMs und digitalen Praxisprozessen


Warum sich die Schulung wirtschaftlich lohnt

Die Schulung dient nicht nur der Compliance, sondern schafft die Grundlage für einen produktiven, kontrollierten und alltagstauglichen KI-Einsatz in der Praxis. Die Logik von Art. 4 der EU-KI-Verordnung zielt nicht nur auf Risikowissen, sondern auf informierte Nutzung im konkreten Einsatzkontext, angepasst an Aufgaben, Vorwissen und Risikoprofil.

Gut vorbereitete Praxen gewinnen:

  • mehr Sicherheit bei Auswahl und Bewertung neuer KI-Tools
  • bessere Integration in bestehende Abläufe statt unkontrollierter Einzellösungen
  • weniger Anwendungsfehler und mehr Entscheidungssicherheit im Team
  • schnellere und strukturiertere Einführung künftiger KI-Anwendungen in der Patientenversorgung

Was Sie mitnehmen:

  • Teilnahmezertifikat als Schulungsnachweis
  • Schulungsmanuals für Ärzt:innen, Praxisleitung und Teams
  • Checklisten für KI-Bestandsaufnahme, QM und Audit-Vorbereitung
  • Struktur für Human Oversight, Eskalation und interne Verantwortlichkeiten
  • CME-Fortbildungspunkte für Ärzt:innen bei erfolgreicher Teilnahme





Nachweise KI Fortbildung


FAQ - Häufige Fragen aus Praxen und MVZ


Gilt Art. 4 AI Act auch, wenn wir nur Spracherkennung und Terminbots einsetzen?

Ja, potenziell. Art. 4 verlangt von Anbietern und Betreibern von KI-Systemen Maßnahmen für ein ausreichendes Maß an KI-Kompetenz der Personen, die mit Betrieb oder Nutzung befasst sind. Das betrifft nicht nur "spektakuläre" Hochrisiko-Anwendungen, sondern kann – abhängig vom Einsatzkontext und Risikoprofil – auch organisatorische oder scheinbar "unkritische" Systeme wie Spracherkennung, Terminbots oder einfache Assistenzfunktionen einschließen.
Gerade weil diese Anwendungen häufig unauffällig in den Praxisalltag eingebettet sind, ist es wichtig, dass Praxisleitung, Ärzt:innen und Team verstehen, wie die Systeme funktionieren, wo ihre Grenzen liegen und wie Ergebnisse eingeordnet und gegebenenfalls korrigiert werden.


Wir nutzen aktuell kaum KI. Ist die Schulung trotzdem schon sinnvoll?

Ja – gerade dann. Die EU-Kommission betont ausdrücklich, dass Maßnahmen zur KI-Kompetenz an Vorwissen, Erfahrung, Ausbildung und Nutzungskontext angepasst werden sollen; es gibt kein einheitliches Pflichtniveau, sondern ein "ausreichendes" Niveau in Ihrem Kontext.
Für Praxen mit geringem KI-Reifegrad ist die Schulung eine gute Grundlage, um das Thema frühzeitig strukturiert, sicher und zukunftsfähig aufzusetzen: Sie schaffen klare Zuständigkeiten, Human-Oversight-Regeln, Dokumentationsstandards und Entscheidungsgrundlagen, bevor erste oder weitere KI-Anwendungen breit eingeführt werden.
So vermeiden Sie, dass KI "nebenbei" in den Betrieb hineinwächst, ohne dass Risiken, Verantwortlichkeiten und interne Freigaben sauber geregelt sind.



Was ist mit Praxissoftware, die "KI" enthält, ohne dass wir sie aktiv eingeführt haben?

Auch herstellerseitig integrierte KI-Funktionen können relevant sein, wenn sie im Praxisbetrieb verwendet werden – etwa in Befundungssoftware, Praxisverwaltungssystemen, Telemonitoring-Plattformen oder Termin- und Kommunikationsmodulen.
In diesen Fällen sollte die Praxis zumindest verstehen, wofür die Funktion eingesetzt wird, welche Grenzen sie hat, wie Ergebnisse überwacht werden und welche Eskalationswege gelten, wenn KI-Vorschlag und klinische Einschätzung auseinanderfallen.
Die Schulung hilft Ihnen, solche Funktionen systematisch zu identifizieren, einzuordnen und in SOPs, Verantwortlichkeiten und QM-Strukturen abzubilden.



Müssen wir unser Team regelmäßig nachschulen?

Die EU-KI-Verordnung nennt keine starre Standardfrequenz, verlangt aber ein ausreichendes Maß an KI-Kompetenz im jeweiligen Nutzungskontext. Das bedeutet: Tiefe und Häufigkeit von Schulungen sollten zum Risikoprofil der eingesetzten Systeme und zum Aufgabenprofil der Beteiligten passen. In der Praxis sind Nachschulungen insbesondere dann sinnvoll, wenn
  • neue KI-Tools eingeführt oder Einsatzfelder erweitert werden,
  • Hersteller wesentliche Updates ausrollen, die Funktionsumfang oder Risiko verändern, oder
  • sich Rollen, Verantwortlichkeiten oder Prozesse in Ihrer Praxis wesentlich ändern.
Die Schulung legt hierfür eine systematische Basis, auf der Sie künftige Auffrischungen und Ergänzungen gezielt aufbauen können – etwa im Rahmen Ihres bestehenden QM-Systems oder Ihrer internen Fortbildungsplanung.




Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für KI-Kompetenz in Ihrer Praxis

Die Pflicht zur KI-Kompetenz gilt bereits – wie Sie sie praktisch, angemessen und zukunftsorientiert umsetzen, entscheidet über Sicherheit, Effizienz und Handlungsfähigkeit Ihrer Praxis.

Mit dieser Schulung kombinieren Sie rechtliche Anforderungen mit konkreten Werkzeugen für den Alltag: geschulte Teams, klare Zuständigkeiten, gelebte Human Oversight-Regeln und belastbare QM-Unterlagen.

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